Sit-and-Go Pokerturniere erfreuen sich in Onlinepokerräumen starker Nachfrage und hoher Beliebtheit. Da das Turnier beginnen kann, sobald alle Plätze belegt sind, sind die Sit-and-Gos wesentlich flexibler als reguläre Turniere, während man andererseits Turnierluft schnuppern kann, wenn man die Cash Games erstmal Leid ist. Auch in der realen Welt, beim Live Poker, sind Sit-and-Go Turniere mittlerweile häufig anzutreffen und nicht weniger beliebt als online. Wer zum ersten Mal ein Sit-and-Go Turnier bestreiten möchte, sollte sich zuvor einige Gedanken zur Strategie machen, denn diese Turniere weichen in einigen Punkten von anderen Spielformen ab.
Der Preispool wird beim Sit’N'Go normalerweise unter den besten drei Pokerspielern aufgeteilt, wobei die folgende Verteilung üblich ist: Der Sieger erhält 50%, der Zweitplatzierte 30% und der Drittplatzierte 20% des Preispools. Wie viele Jetons man zu Beginn des Turniers erhält, hängt vom entrichteten Buy-In (das ist die Teilnahmegebühr) ab. Die Blinds werden bei einem Sit’N'Go üblicherweise alle fünfzehn Minuten erhöht. Gestartet wird mit Blinds, die im Vergleich zum Jeton-Stapel sehr gering sind. In dieser frühen Phase bietet es sich an, die Gegenspieler kennenzulernen und auszutesten, denn später wird dies deutlich teurer. Wer frühzeitig ein Gefühl für seine Gegner entwickelt, kann sich auf deren Spiel besser einstellen und wird davon vermutlich im Verlauf des Turniers profitieren können. Gute Hände sollte man aggressiv spielen und gleichzeitig Mitspielern, die allzu aktiv sind, ihre Jetons aus der Tasche ziehen.
Später kommt es vor allem darauf an, sich unter die ersten drei Spieler zu platzieren. Die kritischste Phase des Turniers ist gekommen, wenn nur noch vier bis fünf Spieler übrig sind. Dann nicht noch kurz vor dem Einlauf auf die Zielgerade eliminiert zu werden, ist oberstes Gebot. Typischerweise sind die meisten Spieler zu diesem Zeitpunkt sehr vorsichtig, abgesehen vielleicht von einem oder zwei Spielern, die bereits einen dermaßen hohen Stapel angehäuft haben, dass sie sich in Sicherheit wiegen. Wenn man sehr viele Jetons hat, sollte man also aggressiv spielen und seine Gegner so förmlich ausrauben, da diese kaum Widerstand leisten werden. Andererseits sollte man, falls man einen relativ kleinen Stapel hat, seine Position berücksichtigen und eher vorsichtig spielen. Falls es noch Mitspieler gibt, die weniger Jetons haben, sollte man in der Regel einfach abwarten, bis man eine exzellente Hand bekommt, und erst damit seinen Zug machen. Wenn man jedoch den niedrigsten Stapel hat, muss man so schnell wie möglich agieren und darauf hoffen, dass man sich die Aggressivität auszahlt. Ist man unter den besten drei Spielern, kann man ruhig auf’s Ganze gehen, da das Endergebnis ohnehin stark vom Glück abhängt und da man bereits zu den Gewinnern zählt.
Originally posted 2010-01-20 17:35:52. Republished by Blog Post Promoter



