Herzlich willkommen zur neuen Serie von Artikeln auf diesem Blog! In den vergangenen Monaten haben wir ihnen auf diesem Blog die vielen verschiedenen Pokerspielarten vorgestellt, die es beim live pokern in Casinos und zu Hause und beim online poker so gibt. Wir haben ihnen zu jeder existierenden pokervariante die Regeln erklärt und einige Tipps zum Spiel und dazu, wie sie ihre Gegner dominieren können, gegeben. Dabei haben wir zwar eine große Vielfalt von Artikeln in der Breite behandelt und sind auf jede Variante kurz eingegangen. In dieser Serie werden wir uns jedoch speziell mit der Pokervariante beschäftigen, die die ganze Welt in Atem hält und über die fast jeder, der Poker sagt, eigentlich spricht: das Texas Hold’em. Dabei werden wir jeden Aspekt des Spiels genau beleuchten und ihnen erklären, wie sie zum erfolgreichen Spieler werden können.
In diesem Artikel soll es um das Spiel am Flop gehen. Der Flop ist ohne Zweifel die wichtigste “Street”, also die wichtigste Setzrunde beim Texas Hold’em. Am Flop bekommen sie 43% (drei von sieben) der Karten ihrer Pokerhand in einer einzigen Setzrunde von vier insgesamt: Allein das sollte ihnen klar machen, wie unglaublich wichtig das Spiel am Flop im Texas Hold’em ist. Viele Profis sagen auch, dass Texas Hold’em ein gänzlich vom Flop definiertes Spiel ist. Daher wollen wir ihnen nun einen Plan geben, wie sie am Flop profitabel spielen können.
Sehr viel kommt darauf an, ob sie der Pre Flop Aggressor sind oder nicht. Der Pre Flop Agressor ist ganz einfach derjenige, der vor dem Flop den letzten Raise getätigt hat, dessen Raise also von anderen Spielern gecallt wurde. Wenn sie der Pre Flop Aggressor sind, ist ihr Plan am Flop meist ziemlich simpel: Egal ob sie etwas getroffen haben oder nicht, sie betten. Diese Bet nennt man eine Continuation bet und sie ist außerordentlich effektiv aus zwei Gründen: erstens hat man beim Texas Hold em mit jeder Hand nur ca. 30%, den Flop zu treffen, sie werden also meistens ihre Gegner zum Folden bringen, wenn sie betten. Zweitens werden ihre Gegner aber irgendwann merken, dass sie praktisch auf jedem Flop Continuation betten und dann anfangen, sie mit schwachen Händen zu callen, wodurch sie mehr Geld mit ihren starken Blättern verdienen! Natürlich müssen sie dann am Turn die Aggression mit schwächeren Blättern etwas runter fahren. Aber dazu im Artikel zu Turn Action.
Alternativ können sie natürlich auch derjenige sein, der vor dem Flop den Raise eines Gegners gecallt hat. In diesem Fall sollten sie am Flop immer zum Gegner checken, egal ob sie den Flop getroffen haben oder nicht. Das hat einen einfachen Grund: Wenn sie nichts getroffen haben, tun sie kein Geld in den Pot. Wenn sie aber etwas getroffen haben, sollten sie auch nicht setzen, da sie den Gegner damit oft zum folden bringen, sie wollen aber seine Continuation bet mit nehmen, die er praktisch immer feuern wird! Wenn er dann continuation betted und sie haben eine Hand, können sie aussuchen, ob sie callen oder raisen. Raisen sollten sie am Flop aber nur mit Sets, straßen, flushes oder sehr starken draws, etwa einem flush draw und straight draw zusammen.
Wenn sie am Flop geraised werden, sollten sie sehr vorsichtig werden. Generell sind die Hände der Gegner in diesen Fällen immer wesentlich besser, als wir es uns glauben machen wollen. Schnell unterstellt man dem Gegner einen Bluff, obwohl er eigentlich ein Monster hat. Sie sollten sich am Flop in diesem Fall immer die Gegner am Flop ansehen: sind sie aggressiv oder passiv? Halten sie sich an diese Tipps und sie werden ihre Gegner am Flop dominieren!


